Ingo Appelt

Nach der Schule machte Appelt eine Ausbildung zum Maschinenschlosser. Sein Stiefvater ist der ehemalige deutsche Fußballspieler Günter Fürhoff. Appelt engagierte sich gewerkschaftlich und hatte 1989 seinen ersten Auftritt auf der Jugendkonferenz der IG Metall, seit 1993 ist Appelt hauptberuflich Kabarettist. Einem breiteren Publikum wurde er als Gast bei RTL Samstag Nacht, im Quatsch Comedy Club auf ProSieben sowie mit einem Auftritt am Arosa Humor-Festival vertraut. Bekannt wurde die Parodie über den damaligen Verteidigungsminister Rudolf Scharping (SPD). Doch auch andere Prominente wie Helmut Kohl, Michael Mittermeier, Gerhard Schröder, Til Schweiger oder Herbert Grönemeyer werden von Appelt gerne parodiert. Sein Humor ist häufig sehr schwarz und böse und übersteigt bisweilen auch die Grenzen der politischen Korrektheit und des Anstands.

Später kam Appelt mit einer eigenen, wöchentlichen Ingo Appelt Show zu ProSieben, die jedoch Ende November 2000 nach elf von 13 geplanten Folgen aufgrund schlechter Einschaltquoten und „geschmacklicher Entgleisung“ abgesetzt wurde. Appelt hatte Kinderpuppen wie Fußbälle weggetreten, was seine Karriere im Fernsehen vorerst beendete. Daraufhin wurde es um ihn ruhig. Seine Superstar-Tournee war aber wieder erfolgreicher, seine Fernsehauftritte wurden ab 2002 wieder häufiger.

Appelt wohnt mit seiner Familie im Overather Ortsteil Marialinden (Rheinisch-Bergischer Kreis) und engagiert sich dort seit 1987 in der SPD. Er hat eine Tochter aus erster Ehe sowie zwei weitere Kinder mit seiner jetzigen Partnerin.

Im September 2006 wurde er neuer Anchorman der RTL-Comedyshow Freitag Nacht News. Da die Einschaltquoten der Show jedoch stark zurückgingen, wurde sie bereits am 29. Dezember des gleichen Jahres abgesetzt.

In der ProSieben-Märchenadaption von Hans im Glück, welche im Rahmen der Sendereihe Die ProSieben Märchenstunde produziert wurde, spielte Appelt eine der Hauptrollen an der Seite von Christian Ulmen, Nora Tschirner und Märchenerzähler Thomas Fritsch. Die Erstausstrahlung von Hans im Glück – Tauschrausch im Märchenwald war am 25. September 2006 auf ProSieben. In der Folge Schneewittchen – 7 Zipfel und ein Horst, die 2007 in der 4. Staffel lief, war er als Jäger zu sehen.

Seit dem 7. Mai 2007 moderierte er die Comedy-Talkshow u. A. w. g. – um Antwort wird gebeten auf Comedy Central.

In dem Film African Race – Die verrückte Jagd nach dem Marakunda, der am 1. Januar 2008 auf RTL ausgestrahlt wurde, spielte er eine kleine Nebenrolle.

Im April und Mai 2008 war er in einigen Folgen der ProSieben-Sendung Noch Besserwissen – Die große Show des unnützen Wissens zu sehen. Seit dem 18. Januar 2010 moderiert er die RTL-2-Comedysendung Fun Club – Comedystars live.

In letzter Zeit trat er in diversen Sendungen mit seiner Parodie Striptease for Germany auf.

Appelt war Mitglied der 15. Bundesversammlung, die am 18. März 2012 zusammentrat und Joachim Gauck zum deutschen Bundespräsidenten wählte.[1]

Im August 2012 wurde bekannt, dass Ingo Appelt im Visier der Düsseldorfer al-Qaida-Zelle stand.  Bei der Auswertung von Unterlagen seien die Namen von Prominenten gefunden worden, die als mögliche Anschlagsziele dienen sollten, darunter auch Ingo Appelt.

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